Malek Hassani gibt den Takt an

Malek Hassani gibt den Takt an

aus dem Flensburger Tageblatt vom 10.05.2019

HUSBY | Gleich mehrere Funken springen über, wenn Malek Hassani vor den Musikern des traditionsreichen Feuerwehrorchesters Husby steht, um mit ihnen ein neues Stück einzustudieren. Die Harmonie zwischen dem jungen musikalischen Leiter und dem Orchester, das je zur Hälfte aus Frauen und Männern im Alter von 16 bis knapp 70 besteht, ist selbst für den neutralen Besucher greifbar. Allein die Bewegungsvielfalt spricht Bände, mit der es der 21 Jahre alte Malek Hassani versteht, die Akteure einzustimmen und die rund 20 unterschiedlichen Instrumente aufeinander abzustimmen. Hier lebt ein junger Mann mit Herz und Seele sowie mit großem musikalischen Sachverstand seine Leidenschaft aus.

Von Beginn an ist Malek mit viel Liebe dabei, was unser aller Motto, dem Spaß an der Musik, entspricht.
Kirsten Phillipsen, organisatorische Leiterin des Orchesters

„Ich möchte vor Euch keinen Ausdruckstanz aufführen, sondern Ihr sollt die große Emotion spüren, die von diesem Stück ausgeht“, interpretiert mit viel Körpereinsatz der junge Orchesterleiter den berühmten Walzer von Dimitri Schostakowitsch. Das elegisch anmutende Stück hat einen hohen Schwierigkeitsgrad. Es ist das aktuellste Stück im umfangreichen Repertoire des Feuerwehrorchesters. Beim großen Pfingstkonzert am 8. Juni, ab 10 Uhr Dorfpark Husby, erklingt das Werk des russischen Komponisten erstmals vor größerem Publikum, von dem Laienorchester bravourös intoniert. Das seit rund 50 Jahren traditionelle Pfingstkonzert wird wechselweise von den drei Ortswehren Husby, Markerup und Gremmerup organisiert.

Schon als Neunjähriger spielte er im Schulorchester Satrup mit

Vor gut einem Jahr übernahm Malek Hassani als siebter Dirigent seit 1962 in der Reihe der musikalischen Leiter das Blasorchester, das eine eigene Abteilung der Ortswehr Husby ist. „Von Beginn an ist Malek mit viel Liebe dabei, was unser aller Motto, dem Spaß an der Musik, entspricht“, lobt die organisatorische Leiterin des Orchesters, Kirsten Philipsen, ihren jungen „Chef“ am Pult.

Musikalisch ist er kein unbeschriebenes Blatt. „Mit acht Jahren habe ich begonnen, Instrumente zu erlernen, zuerst Saxophon, heute spiele ich auch Schlagzeug, Klavier und Orgel“, erzählt Malek. Schon als Neunjähriger wirkte er im Schulorchester in Satrup mit, spielte im Blasorchester und in weiteren Klangkörpern.

Erste Bedenken zerstreuten sich bald

Malek Hassani, geboren in Flensburg als Kind einer deutschen Mutter und seines aus Algerien stammenden Vaters, wuchs in Satrup auf und wohnt dort als frisch gebackener Papa einer kleinen Tochter. Beruflich ist der 21-Jährige zurzeit pädagogischer Assistent im ADS-Sportkindergarten Handewitt. In Wochenendkursen, verteilt auf sechs Jahre, absolviert Malek zudem im Bildungszentrum Scheersberg eine Ausbildung zum Chorleiter.

„Wir waren alle anfangs skeptisch, ob solch junger Mann der richtige für unsere Leitung ist“, blickt Kirsten Philipsen auf April 2018 zurück. Doch alle Bedenken zerstreuten sich bald nachdem Malek die musikalische Leitung von Torsten Nissen übernommen hatte.

Neue Mitspieler sind immer willkommen

Das Feuerwehrorchester Husby wurde vor 57 Jahren als Kreisfeuerwehrkapelle Flensburg-Land gegründet und ist eines der insgesamt 16 – meist kleineren – Feuerwehrorchester und -kapellen im Kreis Schleswig-Flensburg. Gründer Hans Jensen, der 2002 im Alter von 87 starb, gilt als musikalische Legende in der Region. „Sein Geist lebt im Orchester. Noch heute schwingt in jedem Ton ein Stück von ihm mit“, sagt Geschäftsführerin Philipsen, die auch eine der Flügelhornistinnen des Orchesters ist. „Viele unserer aktiven Mitglieder sind schon seit 20 Jahren und länger, einige sogar seit 40 Jahren, dabei“, sagt die 52-Jährige, die selbst vor 33 Jahren dazu stieß. Philipsen schwärmt von der familiären Atmosphäre ihres Orchesters. Im Vergleich zu anderen „haben wir im Moment wenig Nachwuchssorgen“, freut sie sich, „doch würden wir uns über Neuanmeldungen freuen.“

30 öffentliche Auftritte im Jahr

Das Orchester probt wöchentlich jeden Freitagabend probt im Gemeindehaus Ausacker immer zwei Stunden lang für seine jährlich rund 30 öffentlichen Auftritte. An den eigentlichen Feuerwehr-Aufgaben müssen die Musikerinnen und Musiker übrigens nicht teilnehmen; nur wenige der rund 50 Orchestermitglieder leisten zusätzlich zu den Proben und Konzerten aktiven Dienst in einer Ortswehr. Gemeinsam ist allen jedoch die Verbundenheit zur Feuerwehr. Diese wird durch das Tragen der Uniform deutlich, was die Feuerwehren in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Quelle: https://www.shz.de/23752342

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Husby ehrt Hans Jensen zum 100. Geburtstag

Husby ehrt Hans Jensen zum 100. Geburtstag

aus dem Flensburger Tageblatt vom 23.04.15

HUSBY | Zu Ehren von Hans Jensen aus Husby, der im Sommer 2002 verstorben ist und im Hans Jenesen KonzertApril 100 Jahre alt geworden wäre, geben „seine“ drei Orchester, die er zum Teil mitbegründet und über Jahrzehnte geleitet hat, zwei Konzerte. Die Blaskapelle des Deutschen Jugendverbandes Nordschleswig, das Jugendblasorchester Husby und das Feuerwehrorchester Husby musizieren am Sonnabend, 25. April, um 16 Uhr auf dem Jugendhof Knivsberg und am Mittwoch, 29. April, um 19 Uhr in der St. Vincentiuskirche zu Husby. In Husby findet anschließend in der Begegnungsstätte ein Empfang statt mit einer Präsentation zur Erinnerung an den Musiker.

In Apenrade, wo Hans Jensen den Friseurberuf erlernte, machte er erste musikalische Erfahrungen in einer Pfadfinderkapelle, später spielte er für die „Stadtpfeife Rendsburg“. Nach dem Krieg ließ er sich in Husby nieder und wurde Tubist in der Kapelle des Jugendverbandes, welche er 1962 als Dirigent übernahm. 1962 gründete er in Husby das Orchester die „Kreisfeuerwehrkapelle Flensburg-Land“. Beliebt waren die „Bunten Abende“ mit Solisten wie auch Auftritten von Hans Jensen, der zudem das Tinglev Brand-værnsorkester dirigierte und das Schulorchester der Deutschen Schule in Tingleff leitete.

Ob mit Dänen oder Deutschen, für Hans Jensen war Musik international – Hauptsache es kam „gute Musik“ dabei heraus. Auch die Nachwuchsförderung war ihm wichtig. Er gründete mit Pastor Schäfer 1975 das Jugendblasorchester der Kirchengemeinde Husby.

Für sein Engagement erhielt Hans Jensen viele Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz und den Bürgerpreis der Gemeinde Husby. sup

März 2014 | Volles Haus beim „Bunten Abend“ im Landgasthof Neukrug

März 2014 | Volles Haus beim „Bunten Abend“ im Landgasthof Neukrug

Buntter Konzert Abend 1Einer alten Tradition folgend hatte das Feuerwehrorchester Husby zu einem Bunten Konzert-Abend in den Landgasthof Neukrug eingeladen. Der Einladung waren etwa 160 Gäste gefolgt, der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Das 35 Personen starke Orchester eröffnete das Programm mit der Titelmelodie der Fernsehserie Hawai 5-0. In der anschließenden Begrüßung versprach der Dirigent Lars Brodersen, der auch durch das Programm führte, für den weiteren Verlauf die Begegnung mit Pop-Hits der letzten 100 Jahre und vielen bekannten Interpreten. Das Publikum hörte den Titel „Sway“ des Kanadiers Michael Bublé. Der Glenn-Miller-Klassiker „Stardust“ war ebenso vertreten wie Frank Sinatra mit „Fly me to the moon“. Solistisch mit Orchesterbegleitung interpretierten Frauke Johannsen am Sopran-Saxophon Paul McCartney’s „Yesterday“ und Anja Brodersen am Bariton-Saxophon Sinatra’s „My Way“. Beide erhielten für ihre gekonnten Darstellungen reichlich Applaus. Höhepunkte des Abends waren sicher auch die Uraufführung neu einstudierter Stücke durch das Orchester. Dazu gehörte der Gospel „Motherless Child“, der im Big-Band-Sound ertönte, sowie ein Medley bekannter Melodien von „Pianoman“ Billy Joel, bei dem am Anfang die Oboe und die Querflöten gut zu hören waren. Sichtlich viel Freude bereitete dem Orchester auch das Spiel eines Medleys mit Gilbert O’Sullivan-Melodien. Bei der Filmmusik zu „Pink Panther“ fing das Publikum spontan an zu schnipsen, was dem Stück noch mehr Mystik verschaffte. Um dem Charakter eines Bunten Abends gerecht zu werden wurde das Repertoire des Orchesters immer wieder durch verschiedene Einlagen unterbrochen. Die Blechbläser-Sektion, bestehend aus Trompeten, Tuben, Flügel-, Tenor- und Baritonhörnern, spielte einen choral-ähnlich gesetzten Titel „Gabriels Oboe“ und eigens aus Wees waren Dagmar Nielsen und Anke Matthiesen angereist um in bestem Flensburger Idiom als Petuh-Tanten tagesaktuelle Themen und auch die Eigenarten einiger Musiker zu bekakeln. Besondere Höhepunkte waren sicherlich die beiden Gesangseinlagen des als Frank Sinatra Maasbülls angekündigten Tubisten Peter „Bass“ Hansen. Seine Stücke „Ein Hering und eine Makrele“ und „Wie reizend sind die Frauen“ verursachten beim Publikum durch ihren Wortwitz viele Schmunzler. Das Feuerwehrorchester schloss das Programm mit einem Zusammenschnitt der Beatles-Titel „Eleanor Rigby“, „We can work it out“, „Get back“ und „Hey Jude“ und bewies damit bis zum Schluss höchste Konzentration, indem es auf die Zeichen des Dirigenten reagierte und das abwechslungsreiche Arrangement – wie weite Teile des Programms – sehr dynamisch präsentierte. Das Publikum spendete für die spielerische Leistung ordentlich Applaus, so dass das Orchester nicht ohne Zugaben von der Bühne kam. Zum Abschluss gab es den passend gewählten Abba-Titel „Thank you for the music“ und das Schlagzeugsolo „Fascinating Drums“ zu hören. Damit ging ein gelungener Bunter Abend zu Ende.

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St. Florian-Gottesdienst in der Husbyer Kirche

St. Florian-Gottesdienst in der Husbyer Kirche

aus dem Flensburger Tageblatt vom 29.04.2013

HUSBY Es war schon ein ungewöhnliches Bild, das sich gestern den Gottesdienstbesuchern in der Husbyer St.-VincentiusKirche bot: Der gesamte Altarraum war besetzt vom Feuerwehrorchester Husby. Die Kameraden der Wehren aus dem Kirchspiel Husby füllten passend dazu die Bänke. Zusammen gekommen waren sie zum Floriansgottesdienst, kurz „FLO“, zu dem Pastor Hans-Christian Gerber und Wehrführer Johannes Stankewitz eingeladen hatten: Als Auftakt für die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Markerup-Husbyholz.

Neu daran war die Gegenüberstellung der Liturgie eines Gottesdienstes mit der eines Feuerwehreinsatzes. Stichpunktartig vorgetragen und unterstützt durch eine Videoprojektion wurde die Arbeit der Brandschützer in Bildern gezeigt. Pastor Gerber erläuterte dazu den Zusammenhang zwischen Kirche und Feuerwehr. „Die Feuerwehren bilden ein Netz im Sicherheitssystem unserer Gesellschaft“, sagte Gerber. Unterstützt durch den Leitspruch der Wehren „Retten-Löschen-Bergen-Schützen“ und Fürbitten für den Einsatz der Kameraden, setzte die Kirchengemeinde ein deutliches Zeichen für die Würdigung des Einsatzes der ehrenamtlich Aktiven. Thematisiert wurden aber auch die Probleme der Wehren, wie etwa der Mitgliederschwund.

Geschmunzelt wurde danach beim Einsatz der Laienspielgruppe „De Plattenspeeler“ aus Großsolt, die auf humorvolle Weise Szenen über das Leben eines Feuerwehrmannes darboten.

Zum Ende des Gottesdienstes gab Pastor Gerber bekannt dass Kirsten Jacobsen die Nachfolgerin des bisherigen Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Burkhard Gerling, wird. Sie wurde demnach einstimmig gewählt.

Feuerwehr-Orchster Husby, Flensburger Tageblatt 29.04.2013

Sorgten für einen etwas anderen Gottesdienst: Wehrführer Johannes Stankewitz, Pastor Hans-Christian Gerber und Orchesterleiter Lars Brodersen (v.l.) vor dem Musikorchester

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Rückblick auf das Jubiläumsjahr

Rückblick auf das Jubiläumsjahr

Mit einem für alle Seiten beeindruckenden Kaffeekonzert hat das Feuerwehrorchester Husby am 30. September die Veranstaltungen zum 50-jährigen Jubiläum beendet: an dieser Stelle eine kleine Bilanz.

Begonnen hatte das Jubiläumsjahr am 24. Februar 2012 mit dem offiziellen Festempfang, dem zahlreiche Gäste beiwohnten. Dazu gehörten Politiker von Amts- und Gemeindeebene genauso wie Pastor Gerber, viele Feuerwehrkameraden, sowie die Abteilung der fördernden Mitglieder. Natürlich haben wir die Chance genutzt, einen kleinen musikalischen Vorgeschmack auf das große bevorstehende Jubiläumskonzert zu geben. Daneben hat es einfach gut getan, von allen Seiten Zuspruch und Unterstützung zu erfahren – geäußert in vielen Reden und Einzelgesprächen am Rande der Feierstunde.

Der musikalische Höhepunkt des Jubiläumsjahres war dann sicherlich das Jubiläumskonzert am 17. März im Deutschen Haus in Flensburg. Gemeinsam mit unseren Freunden aus Broager und Flensburg haben wir die ca. 1000 Zuhörer mit einem abwechslungsreichen Programm stimmungsvoll und hochwertig unterhalten. Was für ein Abend…

Und in dieser freudigen Stimmung ging es für uns weiter: vier tolle Tage für die Orchestergemeinschaft inklusive zweier Kurkonzerte auf Rügen, ein Konzert auf dem Südermarkt in Flensburg anlässlich des Tummelum, das traditionelle Pfingstkonzert im Husbyer Dorfpark, ein Jubiläumsball und das eingangs bereits erwähnte Kaffeekonzert im Dörpshus in Hürup, bei dem wir – neben unserer gewohnten Musik – das Programm mit einer Einlage der Saxophonriege und mit einem musikalischen Sketch bereicherten. „Nebenbei“ haben wir dann noch an Richard Wester’s „Schlacht der Spielmannszüge“ erste musikalische Kollisionserfahrung mit anderen Orchestern sammeln können, bei der Teilamtswehrübung in Ausacker aufspielen dürfen und beim Oktoberfest im Funpark in Handewitt für stilechte Blasmusik gesorgt.

Wir als Orchester blicken äußerst positiv und mit vielen schönen Erinnerungen auf das Jubiläumsjahr zurück. Sowohl für die Gemeinschaft als auch aus musikalischer Sicht war dieses Jahr eine Bereicherung und damit ein gutes Fundament für alles, was in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird. Unser Motto „Aus Spaß an der Musik – Musik die Spaß macht!“ hat sich in unserem Jubiläumsjahr auf eindrucksvolle Weise wieder einmal mit viel Leben gefüllt.

Diese Erfahrungen hätten wir sicherlich nicht sammeln können, wenn wir nicht so zahlreiche Helfer gehabt hätten.

Daher möchten wir an dieser Stelle auch „Danke!“ sagen. Danke: an alle Sponsoren, die unser Vorhaben finanziell unterstützt haben. Danke: an alle Unterstützer auf Gemeinde- und Amtsebene, von politischer und von der Feuerwehrseite. Und der größte Dank geht an Sie und euch, unser treues Publikum, das alle erwähnten Ereignisse dieses besonderen Jahres zu bleibenden Erinnerungen für uns gemacht hat.

Was folgt nun? Die große Leere wird nicht eintreten, die nächsten Aktivitäten sind geplant und neue Musikstücke wollen dafür einstudiert werden. Wir freuen uns, wenn wir auch weiterhin ähnliche Unterstützung wie im Jubiläumsjahr bekommen. Denn wir sind weiterhin angewiesen auf finanzielle Hilfen, uns wohlgesonnene Entscheidungsträger und ein begeistertes Publikum.

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Friedliche Schlacht der Spielmannszüge

Friedliche Schlacht der Spielmannszüge

aus dem Flensburger Tageblatt vom 14.05.2012

Flensburg | Ziemlich bunt und musikalisch bewegt ging es am Wochenende auf den Straßen von Flensburg zu. Nicht nur die Folk-Baltica-Konzerte bereicherten die Region, sondern die gesamte Innenstadt wurde am Sonnabend zur Open-Air-Bühne. Keine Schiffe oder der Hafen standen im Vordergrund, sondern große Orchester in roten Uniformen traten auf, lässige Marching Bands und unartige Musiker boten Musik mit Showeinlagen – lange Musikzüge waren schon von weitem zu hören.

Die „Battle of the Brass Bands“, mit Feuer auf dem Plakat angekündigt, bot den Flensburgern neuartige Klänge direkt auf der Straße bei mäßigen Temperaturen. Waffen bei der Schlacht der Spielmannszüge waren lautstarke Trommeln aus Dänemark, die Dudelsäcke der Bremer und seltsame Blechinstrumente von vielen Musikern der zehn Spielmannszüge.

Angeführt von der Käpt’n Kümo’s Marching Band als Geburtstagskind unter der Leitung von Richard Wester, kamen die Sonderjyske Garde aus Apenrade, die Black Diamonds aus Soltau, die Swinging Hamburg Marching Band, das Feuerwehrorchester aus Husby, die Crest of Gordon aus Bremen, die Haderslev Garden, der Mädchenmusikzug aus Neumünster, Feijoada aus Neumünster und die Drums & Pipes aus Eckernförde.

Beileibe nicht nur, um ein Platzkonzert zu geben. Am Nachmittag schon konnten die Flensburger aus verschiedenen Richtungen die Musikgruppen in der Fußgängerzone hören. Dreimal durfte jeder Musikzug mal eher geschlossen und streng Uniformiert marschieren, oder lässig verkleidet in gelbschwarz auftreten, oder ganz historisch in schottischen Kilts antreten, mit Kollegen und Guide sich musikalisch überbietend.

Die Variationen der Spielmannszüge war erfrischend, von der Spaßband, über die maritimen Sambaklänge der bunten Flensburger bis hin zu den glasklaren Dudelsäcken der Bremer. Überall in der Innenstadt erklangen Querflöten, Becken, Trompeten, Glockenspiele, Hörner, Posaunen, Trommeln, Banjos und Lyras und Schlaginstrumente jeder Art, mal mehr mit im Takt oder mal eher unterhaltsam. Die Akustik stimmte dank der hohen historischen Fassaden in der Innenstadt, welche die Unplugged-Darbietungen unterstützten.

Den Höhepunkt bot ein gemeinsames Tattoo am Abend auf dem Südermarkt mit allen Bands. Nacheinander durften nochmals die zehn Musikzüge auftreten. Mit vielen Zuschauern zogen die Musikzüge aus der Roten Straße kommend zum Südermarkt, wo schon ein Moderator wartete und alle begrüßte. Die Käpt’n Kümo’s Marching Band durfte als Geburtstagskind das Grande Konzerto eröffnen, und alle Spielmannszüge traten nochmals auf. Mit dem gemeinsamen Song „Amazing Grace“ wurde es noch einmal ganz still auf dem Südermarkt. Mit einer La-Ola-Welle wurden die Musiker verabschiedet.

Quelle: https://www.shz.de/166079

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Musikalische Truppe nahe der Perfektion

Musikalische Truppe nahe der Perfektion

aus dem Flensburger Tageblatt vom 20.03.2012

Husby/Flensburg | Blasmusik war gestern. Moderner, mitreißender Bigband-Sound ist heute. Nahezu in Perfektion dargeboten wurde diese Musik vom Feuerwehrorchester Husby, das vor einer Kulisse von weit mehr als 900 Besuchern im Deutschen Haus in Flensburg sein Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen gab. Im Publikum saßen nicht nur viele Ehrengäste aus Feuerwehrkreisen oder Politik, Mariechen Jensen, die Witwe des „Orchestervaters“ Hans Jensen, sowie zwei weitere Gründungsmitglieder. Auch unzählige Ehemalige oder Angehörige, die mit dem Orchester, das bei der „Taufe“ 1962 noch den Namen „Kreisfeuerwehrkapelle Flensburg-Land“ trug, aufgewachsen sind und es über die Jahrzehnte begleitet haben, waren gekommen.

Die Kulturbeauftragte der Landesregierung von Schleswig-Holstein, Caroline Schwarz, unterstrich in ihrem Grußwort die wichtige kulturelle und gesellschaftliche Aufgabe von Musikgruppen: „Außer den Instrumenten müssen sich dort auch die Menschen untereinander abstimmen.“ Das setze eine „unglaublich integrierende Kraft“ frei, die gerade junge Menschen für ihre Persönlichkeitsbildung benötigten. „In Husby funktioniert das hervorragend“, lobte sie die vorbildliche Jugendarbeit auch im Hinblick auf das Jugendblasorchester Husby, das Kindern ab neun Jahren die Möglichkeit bietet, ohne Vorkenntnisse ein Instrument zu erlernen. Aber ebenso die Musikauswahl zwischen „Tradition und Moderne“ sorge dafür, dass Jugendliche sich hier wohl fühlen, bekräftigte Schwarz und spielte auf das Alter der rund 40 Musiker zwischen 15 und 62 Jahren an.

Der Vorsitzende des Orchesters, Ralf Nielsen, freute sich, dass die Optimisten bei der Planung des Jubiläumskonzerts vor zwei Jahren – „Wir kriegen das Haus voll!“ – Recht bekommen hätten, und erzählte von „so manchem Schweißtropfen und viel Herzblut“ während der Proben. Moderator Hinrich Reimer plauderte in seinen lockeren Überleitungen unter anderem von der musikalischen Entwicklung des Feuerwehrorchesters Husby in den vergangenen 50 Jahren, „die auch immer etwas vom Dirigenten beeinflusst gewesen“ sei.

Sein kontrastreiches Repertoire präsentierte das Orchester in einem bunten Querschnitt mit Lars Brodersen, der schon als 22-Jähriger von 1995 bis 1997 „aus der eigenen Nachwuchsschmiede“ rekrutiert worden war und nun seit 2010 wieder die Leitung übernommen hat.

Der Funke sprang bereits beim Radetzky-Marsch zum Programmauftakt auf das Publikum über und manifestierte sich im Verlauf des Abends durch begeistertes Mitklatschen im Takt, Schunkelphasen oder häufigen Zwischenbeifall bei den Soli-Einlagen. Das Stück „String of Pearls“ weckte Erinnerungen an den Jazz-Musiker Glenn Miller, während die Filmmusik „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone den Italo-Western lebendig werden ließ. Von Klaus Doldingers Titelmelodien vom „Tatort“, „Das Boot“ oder „Ein Fall für zwei“ über diverse Rock- und Popsongs von „Supertramp“ und den „Beatles“ steigerte sich das Feuerwehrorchester zum Klassiker „Music“ von John Miles.

Zu ihrem Jubiläum hatte sich das Orchester zwei illustre „Geburtstagsgäste“ eingeladen: Das dänische „Broager Brandvaerns Danse-Orkester“ unter der temperamentvollen Leitung von Margit Mose ergänzte mit seiner von James Last inspirierten Tanzmusik den ersten Programmteil. Neben bekannten Schlagern, wie „Is this the way to Amarillo“, „Pour un flirt“ und Evergreens aus der Rock- und Popszene der 60er Jahre begeisterten vor allem die von den Dudelsäcken der „Broager Pipes“ begleiteten Titel „Mull of Kintyre“ und „Highland Cathedral“ die Zuhörer. Nach der Pause brillierten dann die „Flensburger Stadtbläser“ mit ihrem Dirigenten Ivo Igaunis mit einer Mischung aus Dixieland-Jazz, Boogie Woogie, dem Latin-Klassiker „Tico Tico“ und Hits von Neil Diamond, Tom Jones oder Freddy Mercury.

In Anlehnung an die vom Feuerwehrorchester und den Flensburger Stadtbläsern gemeinsam gespielte Zugabe von „Abba“ sagte das enthusiastische Publikum mit großem Beifall allen Musikern: „Thank you for the music!“

– Quelle: https://www.shz.de/134931

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Ein Aushängeschild mit hohem Niveau

Ein Aushängeschild mit hohem Niveau

aus dem Flensburger Tageblatt vom 01.03.2012:

Husby/Hürup | Das Feuerwehr-Orchester Husby ist nicht nur ein Aushängeschild der Gemeinde, sondern des gesamten Amtes Hürup und seiner Feuerwehren. Die allseits große Wertschätzung dieses musikalischen Verbandes trat beim Jubiläumsempfang aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens im Dörpshus in Hürup deutlich zutage.

An der Spitze zahlreicher Ehrengäste stand Kreispräsident Eckhard Schröder. Nach seiner Auffassung sind die Musiker in Uniform ehrenamtlich und gleichzeitig auf hohem Niveau tätig. „Das Feuerwehr-Orchester begeistert immer wieder. Seine Markenzeichen sind Idealismus, Ausdauer und Treue“, sagte Schröder. Für Peter Asmussen, den stellvertretenden Amtsvorsteher des Amtes Hürup, ist der musikalische Verband gar ein Aushängeschild des Amtes mit beeindruckender Qualität.

Im Namen des Kreisfeuerwehrverbandes lobte der stellvertretende Kreiswehrführer Bernd Waschnik den guten Zusammenhalt von Ortswehr und Orchester. Die Musiker seien ein bedeutsamer Faktor bei der Außendarstellung der Feuerwehr. Amtswehrführer Christoph Kabon hob den sozialen Wert der Musik hervor. Husbys stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Biegemann bezeichnete das Orchester als „Perle in der Muschel der beteiligten Kommunen“. Gemeindewehrführer lobte die gemeinschaftsbildende Arbeit beim Musizieren, und Pastor Hans-Christian Gerber sah in den regelmäßigen Proben am von TV-Krimis dominierten Freitagabend eine „Fanfare des Aufbruchs gegen Lethargie und für Lebensfreude“. Sein Jubiläums-Geschenk bestand in der Zusage, die Pastoratsscheune stehe dem Orchester weiterhin kostenfrei als Probenraum zur Verfügung.

In einem humorvollen Rückblick ging Henning Philipsen auf die Anfänge der Musikgruppe im Jahre 1962 ein. Er erinnerte an Hans Jensen, den Motor der Gründung und ersten Leiter, sowie an dessen Garage als ersten Probenraum. Im Laufe der Jahre habe es viel personelle Fluktuation gegeben, jetzt herrsche „eine harmonische Mischung zwischen Langgedienten und neuen Mitgliedern.“

Bei der Begrüßung hatte Vorsitzender Ralf Nielsen dem Amt, der Gemeinde und der Amtsfeuerwehr für stete finanzielle Förderung gedankt. Größter Wunsch des Orchesters sei immer noch „ein adäquater Probenraum“. Im Verlauf der Festveranstaltung erhielten Maren Petersen und Kirsten Frieda Philipsen das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre musikalischen Dienstes. Geehrt wurden weiterhin Gabriele Christiansen für 20 sowie Bianca Bonde, Sandra Prigge und Ralf Nielsen für zehn Jahre Zugehörigkeit. Für die angemessene Umrahmung der Feier sorgte die beteiligten 37 Jubilare selbst – unter ihrem Leiter Lars Brodersen. Den musikalischen Höhepunkt des Festjahres bildet ein Konzert im Deutschen Haus in Flensburg am 17. März.

Quelle: https://www.shz.de/124773

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